05 Georgien

Im Gegensatz zu unserer Georgien Reise vor 5 Jahren, wollten wir uns dieses Mal hauptsächlich auf Naturschönheiten konzentrieren und die Gegenden besuchen, für die wir damals keine Zeit mehr hatten.
Nach unserer Einreise nach Georgien durchstreiften wir zuerst einen Teil des Kleinen Kaukasus.
Höhepunkt dieses Reiseteils sind sicher die Off-road Fahrten zum Paravani See und im Ktsia Tabatskuri Naturpark. Hier fuhren wir lange Strecken im Grasland auf Wegen, die zu den abgelegensten Hirtencamps führen.
Wir konnten die riesigen Schaf und Ziegenherden beim Zug über die fast endlosen  Weiden beobachten. Immer waren sie von einem Rudel Furcht einflössender Schutzhunde begleitet.
Die Weite und Kargheit dieser Landschaft haben uns sehr gefallen.     
 

Später sind wir nördlich im grossen Kaukasus bis an die Grenze zu Tschetschenien gefahren. Im entlegensten Winkel besuchten wir Shatili, ein altes Wehrdorf. Bis ins 20. Jahrhundert haben hier die Männer noch Kettenhemden getragen. 
Es leben heute noch 22 Personen dauerhaft in Shatili. Die ca 50 km Fahrt vom letzten Dorf dorthin dauerte mehr als 4 Stunden.

Von Roshka aus wanderten wir zu den farbigen Abudelauri Seen. 
Beim Neubau einer luxuriösen Berghütte hing neben der georgischen die Schweizer Fahne. Scheinbar leistet hier die  Schweiz Tourismus Entwicklungshilfe. 

In dieser Region sind die Strassen nicht asphaltiert, auch wenn sie auf der Karte als Hauptstrasse eingestuft sind. Wir waren oft froh, Vierradantrieb und Untersetzungs Getriebe  zu haben. Umso mehr staunten wir über die Einheimischen, die diese Strecken mit ganz normalen Autos bewältigten.

Als Overlander sind die Strassen und ihre Beschaffenheit natürlich immer ein Thema. In den vergangenen 5 Jahren sind in Georgien viele Strassen asphaltiert worden. Jetzt sind sie jedoch bereits gespickt mit zum Teil sehr tiefen Schlaglöchern.
Fahren in der Nacht ist für uns deshalb keine Option, auch weil man die Fahrbahn oft mit Vierbeinern teilen muss.
 

Wir fanden immer schöne Übernachtungsplätze. Campieren ist überall erlaubt. Die Georgier sind immer und überall am Picknicken. Hat man sich an einem Platz niedergelassen, dauert es nicht lange und Hunde kommen vorbei. Sie sind nie aggressiv oder aufdringlich. Gibt man kein Leckerli, dann verziehen sie sich wieder oder schlafen mal eine Runde.

mal hier hin, mal da hin...

...und auch mal wieder zurück