06 Armenien

Wir sind über einen der drei offenen Grenzübergänge von Georgien eingereist.
Bereits auf den ersten Kilometern war der Unterschied zu Georgien augenfällig, die Hauptverkehrsstrassen haben keine Schlaglöcher. Was auch sofort ins Auge stach, es liegt kaum irgendwo Müll herum.

Der Berg Ararat, obwohl er heute auf türkischem Staatsgebiet liegt, ist für die Armenier ein heiliger Berg. Mit einer Höhe von 5137m ist er weit herum sichtbar. Er ist allgegenwärtig, nicht nur Bier und Cognac werden nach ihm benannt.

   

Landschaftlich kommt man auch auf die Rechnung. Zum Beispiel die von erloschenen Vulkanen geprägte Landschaft mit riesigen Basalt Vorkommen ist einzigartig.

In Armenien soll die Wiege der Weinkultur liegen und die Küche ist sehr vielfältig. Lavash, ein hauchdünnes Brot, ist ein immaterielles Kulturgut und das getrocknete Obst zum Beispiel ist ein Genuss. Es werden sogar Wassermelonen getrocknet, kein Wunder bei der Grösse und Menge, die geerntet werden.

Daneben ist es ein Land mit vielen schützenswerten Kulturgütern, Klöstern und Kirchen, ebenso wie die Kreuzsteine, die Chatschkaren.
Diese Kreuzsteine haben uns fasziniert. Bei jeder noch so kleinen Kirche sind wir ihnen begegnet. Am eindrücklichsten aber war der Friedhof von Noratus. Dort stehen über 800 zum Teil Jahrhunderte alte Gedenksteine.
Meistens zeigen sie ein reliefartiges Kreuz, umgeben von Ornamenten oder Szenen aus dem Leben des Verstorbenen.

In einer Seitenstrasse Mitten im Zentrum von Jerevan besuchten wir eine Werkstatt, in der unter einem kleinen Vordach quasi auf der Strasse auch heute noch neue Kreuzsteine angefertigt werden.

mal hier hin, mal da hin...

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